Minimal-invasive Operationstechnik

Approach in hip surgery

Die Operation wird sehr schonend minimal-invasiv und unter Beachtung der anatomischen Verhältnisse vorgenommen. Auf eine kurze Operationszeit wird weniger Wert gelegt als auf die Sorgfältigkeit beim Operieren.

Die für die Stabilität und Beweglichkeit wichtige Muskulatur wird bei der OP nicht beeinträchtigt.

Patienten können sich daher schon am Operationstag selbst gut bewegen und spätestens am nächsten Tag bereits mit ganzem Körpergewicht aufstehen und gehen.

Die Nahttechnik bei der Hautnaht wurde für das bestmögliche Ergebnis aus der Schönheitschirurgie übernommen, um auch äußerlich ein gutes Operationsergebnis zu erhalten. Hier gibt es häufig Lob von Patienten, Kollegen und Physiotherapeuten. Der Vorteil ist zudem, dass die Narbe nach hinten verläuft und daher von vorne nicht sichtbar ist.

 

ZUGANG

Als Operationszugang zum Hüftgelenk wird in der Regel der mini-posterior (mini-hintere) Zugang zum Hüftgelenk gewählt, der unter dem gut tastbaren seitlichen Hüftknochen schräg nach hinten zum Gesäß führt und als der originale Zugang angesehen wird. Die Schnitt-/Narbenlänge beträgt in der Regel 10 cm. Besonders in der Revisionsendoprothetik, also wenn das Kunstgelenk nochmals operiert werden muss, ist dieser Zugang allen anderen Zugängen überlegen und wird als Standard angesehen. Siehe auch: http://dr-voelker.eu/glossar/mini-posterior-zugang-huefte-muenchen/

Weltweit ist der hintere (posteriore) Zugang zum Hüftgelenk führend, gefolgt von dem seitlichen (lateralen) und seitlich-vorderen (antero-lateralen) Zugang. Der direkte-vordere (direct-anterior) Zugang hat international wenig Bedeutung aufgrund der hierbei notwendigen Streckbank, der längeren OP-Zeit, der schlechteren Narbenbildung, der Nähe zum Schambereich und der Nähe zu großen Blutgefäßen und Nerven, wird aber aktuell als schonender minimal-invasiver Zugang sehr beworben (siehe auch: http://dr-voelker.eu/glossar/amis-zugang/).

Die Erholung ist bei dem hinteren und dem seitlich-vorderen Zugang am schnellsten, da keine Beeinträchtigung der für die Stabilität und Sicherheit erforderlichen Muskulatur erfolgt. Die Schnittlängen sind gleich. Gangbilduntersuchungen zeigen die Vorteile dieser beiden Zugänge sehr deutlich.

Eine aktuelle Studie zeigt ähnliche Ergebnisse bei den verschiedenen Zugängen hinsichtlich der Infekt- und Revisionrate (Implant Survival After Minimally Invasive Anterior or Anterolateral Vs. Conventional Posterior or Direct Lateral Approach: An Analysis of 21,860 Total Hip Arthroplasties from the Norwegian Arthroplasty Register (2008 to 2013)).

Vergleich vorderer:hinterer Zugang ENG von Richard Sweet, M.D. /USA

Grafisch sind die Sichtbarkeiten am Becken im folgenden gut dargestellt (grüne Kreise: gut sichtbar, rote Kreuze: nicht sichtbar):

(mit freundlicher Genehmigung Dr. Rolf Schipp)

Diese Sichtbarkeiten sind bei Revisionseingriffen wichtig und haben in ihrer Konsequenz ebenso Einfluss auf den Primäreingriff.

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