Die Hüftkappe

Beim Hüftoberflächenersatz wird der geschädigte Gelenkkopf lediglich überkront und nicht wie bei der Standard-Totalendoprothese des Hüftgelenkes (Hüft-TEP) zusammen mit dem Schenkelhals entfernt. Das Verfahren ist damit ähnlich dem Überkronen eines Zahnes und somit deutlich knochensparender als die Standard-Hüftprothese. Man nennt die Implantate auch Hüftkappen. Die künstliche Gelenkoberfläche entspricht in ihrem Umfang der Größe des natürlichen Kopfes: die Bewegungsabläufe werden als natürlicher empfunden – die Gefahr eines Auskugelns des künstlichen Gelenkes ist deutlich geringer als bei einer Hüftprothese. Viele Patienten vergessen häufig, dass sie eine Hüftkappe haben. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch spricht man bei diesem häufig beobachteten Phänomen auch von einer ‘forgotten hip’. Der Begriff Hüftkappe wird synonym verwandt mit den Begriffen Oberflächenersatz des Hüftgelenkes, McMinn Prothese, Birmingham Hip Replacement (BHR), Hüftüberkronung, Hüftkrone.

Die Stellung der Hüftkappe wird bei der Operation so gewählt, dass die Krafteinleitung in den bestehenden Knochen ideal erfolgen kann. Dies ist wichtig für eine gute Haltbarkeit des Oberflächenersatzes am Hüftgelenk.
Die metallene Hüftkappe wird auf dem vorbereiteten Hüftkopf mit einem speziellen, dünnflüssigen Knochenzement befestigt.

Das Gute ist: Der Hüftkopf wird bei der Hüftkappe nicht geopfert. Er wird so bearbeitet, dass passgenau eine Kappe aus Metall mit gleicher Größe aufgesetzt werden kann. Bei der Hüftkappe wird nur der verschlissene Gelenkknorpel ersetzt. Der gesunde angrenzende Knochen bleibt für den Patient erhalten. Dies hat weitere Vorteile für den Betroffenen. Die Form und Stellung des Hüftgelenkes und der umgebenden Weichteile ändert sich durch die Hüftoperation nicht. Die Wahrnehmung des Hüftgelenkes und der Funktion wird daher bedeutend weniger verändert. Das Gelenk wird vom Patienten deutlich früher akzeptiert. Die Belastungsverhältnisse im Hüftgelenk und auch der hüftumfassenden Muskulatur ändern sich durch das die Hüftkappe sehr wenig. Die ursprüngliche Anatomie bleibt erhalten, was für den Patienten eine unveränderte Wahrnehmung bedeuten kann. Die Bewegungsfähigkeit des Hüftgelenks ist bei Verwendung einer Hüftkappe weniger eingeschränkt, da die Größenverhältnisse der Implantate dem Original sehr nahe kommen. Die Belastbarkeit scheint hierdurch deutlich höher zu sein. Die beiden hochwertigen Metalloberflächen zusammen mit der Gelenkschmiere im Gelenk garantieren eine hohe Verschleiß- und abriebfestigkeit.

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